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	<title>Notizen zu Literatur, Philosophie und Politik</title>
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	<description>von Michael Pfister</description>
	<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 20:51:04 +0000</pubDate>
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		<title>Schweinegrippe-Korruption</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 19:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pfister</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<category><![CDATA[Korruption]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Fiktion (&#8221;Die Entzauberung der Angst&#8221;) kann ganz schön nahe an die Realität kommen.  Am 8. Juni 2010 erschien in der Frankfurter Rundschau folgender Artikel  (http://fr-online.de/top_news/2729106_Grippe-Epidemien-Pharmafirmen-bezahlen-WHO-Impfberater.html),  der die ärgsten Befürchtungen bezüglich der Machenschaften der Pharmaindustrie zu bestätigen scheint:
ZITAT ANFANG:
Grippe-Epidemien
Pharmafirmen bezahlen WHO-Impfberater
Von Birgitta vom Lehn

Die Gerüchte waberten immer wieder, jetzt sind sie konkreter geworden: Die Schweinegrippe-Pandemie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Fiktion (&#8221;Die Entzauberung der Angst&#8221;) kann ganz schön nahe an die Realität kommen.  Am 8. Juni 2010 erschien in der <em>Frankfurter Rundschau</em> folgender Artikel  (<a href="http://fr-online.de/top_news/2729106_Grippe-Epidemien-Pharmafirmen-bezahlen-WHO-Impfberater.html">http://fr-online.de/top_news/2729106_Grippe-Epidemien-Pharmafirmen-bezahlen-WHO-Impfberater.html</a>),  der die ärgsten Befürchtungen bezüglich der Machenschaften der Pharmaindustrie zu bestätigen scheint:</p>
<p>ZITAT ANFANG:</p>
<p class="MsoNormal">Grippe-Epidemien</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Pharmafirmen bezahlen WHO-Impfberater</strong></p>
<p class="MsoNormal">Von Birgitta vom Lehn</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Die Gerüchte waberten immer wieder, jetzt sind sie konkreter geworden: Die Schweinegrippe-Pandemie könnte einen Riesenpharmaskandal ans Licht bringen. &#8220;Die Glaubwürdigkeit der WHO ist schlimm beschädigt&#8221;, schreibt Fiona Godlee, Chefredakteurin des British Medical Journal (BMJ). Drei Autoren der 2004 erneuerten Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Umgang mit Grippe-Pandemien standen auf den Honorarlisten der Pharmakonzerne Roche und Glaxo Smith Kline (GSK). Beide Firmen vertreiben Impfstoffe und Grippemedikamente.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Dem BMJ zufolge erhielten der Infektionsmediziner Fred Hayden (University of Virginia), der Epidemiologe Arnold Monto (University of Michigan) und Karl Nicholson (University of Leicester) Honorare für Vorträge und Beratertätigkeiten, ohne dass die WHO dies transparent gemacht hätte. Hayden verfasste zum Beispiel in den Richtlinien ein Kapitel über den &#8220;Gebrauch von antiviralen Mitteln während einer Influenza-Pandemie&#8221; und bekam zeitgleich Geld vom Tamiflu-Hersteller Roche. Nicholson schrieb über &#8220;pandemische Influenza&#8221; und ließ sich von Roche und GSK bezahlen. Monto verfasste den Absatz über den Einsatz von Impfstoffen und erhielt Geld beider Firmen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">&#8220;Kurios&#8221; nennt Godlee es , dass sämtliche Namen des 16-köpfigen Notfallkomitees, das die WHO-Chefin Margaret Chan bei der Ausrufung der Pandemie beraten hatte, &#8220;nur Leuten innerhalb der WHO bekannt waren&#8221;. Gerade angesichts der hohen öffentlichen Kosten und des Profits, den die Pharmaindustrie mit der Schweinegrippe-Impfung gemacht habe, sei es doch wichtig zu erfahren, ob die WHO-Entscheidungen &#8220;frei von kommerziellen Interessen&#8221; waren, mahnt Godlee.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Interessenkonflikte beim Thema Impfen sind nicht neu. Solange es keine staatliche Impfstoffproduktion gebe, müsse man mit diesem Dilemma leben, argumentieren viele Experten. Auch die die Bundesländer beratende Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin steht immer wieder in der Kritik. Denn die Mehrzahl ihrer Mitglieder verfügt über gute bis sehr gute Verbindungen zur Pharmaindustrie. Seit einiger Zeit sind sie allerdings verpflichtet, diese Verbindungen in Form von &#8220;Selbstauskünften&#8221; offen zu legen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>Ständige Impfkommission überfordert</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ergebnis: Nur drei der 16 Experten sind &#8220;pharma-frei&#8221;. Der Rest sitzt entweder in Gremien, die von Impfstoffherstellern unterstützt werden, plant Impfstudien mit den Herstellern, kassiert Honorare für Vorträge oder publiziert zu Impfthemen in Zeitschriften und anderen Medien, die teilweise von den Herstellern bezahlt werden. Nachzulesen ist das alles auf der Website des RKI.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Zum WHO-Skandal äußert sich das RKI nicht. &#8220;Das muss die WHO selbst kommentieren&#8221;, sagt RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. &#8220;Wir haben damals bedarfsgerecht reagiert. Wesentliche Akteure waren ohnehin die Länder.&#8221; Bezüglich der Stiko-Pharmakontakte prüfe man bei einzelnen Beratungen und Beschlussfassungen auch genau, ob Befangenheit vorliege oder nicht.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Im Fall der Schweinegrippe war die Stiko aber aus anderen Gründen überfordert: So regelt ihre Geschäftsordnung zwar alles für den Fall einer gut planbaren Impfung etwa für Windpocken; für den akuten Notfall einer Pandemie aber ist sie bislang schlecht gerüstet. &#8220;Wissenschaftler fürchten, die Aussage &#8216;Ich weiß es nicht&#8217; wie der Teufel das Weihwasser&#8221;, sagt der Bremer Gesundheitsexperte Gerd Glaeske. Deshalb habe man zeitweilig auch den Eindruck gehabt, die Stiko sei &#8220;von der Politik beraten worden und nicht umgekehrt&#8221;.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Deshalb wird jetzt offenbar an einer neuen Stiko-Geschäftsordnung gebastelt, die es ermöglichen soll, Empfehlungen künftig schneller auszusprechen, wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören ist. Damit würde der pharma-umarmten Stiko automatisch noch mehr Macht - auch ökonomisch - zuwachsen. Schließlich bestimmen ihre Empfehlungen, was die Krankenkassen an Impfungen zu zahlen haben und was nicht. &#8220;Ich kommentiere das nicht&#8221;, sagt Glasmacher.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>&#8220;Es quält mich&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">In einem Bericht über einen RKI-Workshop vom März (Erster Erfahrungsaustausch zur H1N1-Pandemie in Deutschland 2009/10, Bundesgesundheitsblatt, 6.Mai 2010) wird diese Möglichkeit nur vage angedeutet: &#8220;Somit stellt sich die Frage, ob die Zuständigkeiten der Stiko und der Pandemiekommission besser an diese Anforderungen angepasst werden sollten.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Immerhin beziehen auch die einzigen beiden klinisch tätigen Autoren des Berichts Geld von Impfstoffherstellern: Barbara Gärtner vom Uniklinikum des Saarlandes und Christian Träder vom Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin erhalten Vortragshonorare von Glaxo Smith Kline. Beide betonen, dass es sich um geringe Beträge handele, die allenfalls als &#8220;Aufwandsentschädigungen&#8221; zu bewerten seien.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Gärtner ist Mitglied der Influenzakommission für den Pandemiefall und hat auf dem Workshop eine Arbeitsgruppe moderiert, Träder hielt einen Vortrag.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Gärtner betont aber, &#8220;nie über Impfungen in irgendeiner Weise mitentschieden&#8221; zu haben. Sie ist sich des Konflikts durchaus bewusst: &#8220;Es quält mich. Ich bin weit davon zu sagen: Es beeinflusst mich nicht. Es kostet mich viel Anstrengung, objektiv zu bleiben.&#8221; Allerdings finde man eben keine Menschen, die sachkundig seien und frei von Pharmakontakten.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Dass die Stiko ihre Interessenkonflikte jetzt offen legt, findet Gärtner richtig. Noch besser wäre es aber, sagt sie, detailliert zu sagen, wie viel man von der Industrie bekommt. Dass die WHO die Interessenkonflikte ihrer Mitarbeiter nicht offen gelegt hat, hält sie deshalb auch für &#8220;falsch&#8221;.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Träder schränkt ein, dass er den Vorgang nur dann als einen &#8220;Skandal&#8221; betrachten würde, wenn die WHO-Autoren tatsächlich zeitgleich Pharma-Beraterhonorare erhalten hätten. Liege die Beratertätigkeit dagegen länger zurück, sei dies unverfänglich. &#8220;Gute Leute ohne Firmenkontakte gibt es nicht. Jemand ohne Interessenkonflikt ist im Grunde disqualifziert&#8221;, sagt Träder.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>&#8220;Pandemie-Richtlinien nicht pharmafreundlich&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Gesundheitsforscher Glaeske hält das für &#8220;Unsinn&#8221;. Man könne auch gute pharmafreie Forschung betreiben. In den vergangenen Jahren sei es Usus geworden, seine Kontakte offen zu legen. Gerade für WHO-Mitarbeiter habe dies zu gelten, fordert Glaeske. Alles andere sei &#8220;nicht akzeptabel&#8221;.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Träder gibt zu bedenken: &#8220;Ältere Wissenschaftler haben das oft noch nicht verinnerlicht.&#8221; Bei den WHO-Autoren glaube er nicht, dass dort &#8220;aus Gefälligkeit&#8221; etwas geschrieben wurde. &#8220;Ich kenne die Pandemie-Richtlinien und kann nichts Pharmafreundliches aus ihnen herauslesen.&#8221; Auch säßen in den Institutionen &#8220;extrem gute Leute&#8221;, von denen er sich so was nicht vorstellen könne.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Der Workshop im März thematisierte nicht die bestehenden Interessenkonflikte, sondern man einigte sich darauf, der &#8220;Kommunikation einen deutlich höheren Stellenwert&#8221; einzuräumen. Eine &#8220;vorausschauende und reaktionsfähige Kommunikationskapazität&#8221; müsse aufgebaut, &#8220;etablierte Multiplikatorennetzwerke professioneller genutzt&#8221; werden. Diese &#8220;Kommunikationsstrategie&#8221; soll im Herbst zur Grippeimpfung getestet werden. Mit anderen Worten: Die Medien sollen die grassierende Impfmüdigkeit bekämpfen. Hilfreich dürfte da sein, dass das RKI einen freien Journalisten bezahlt und in den Workshop geschickt hat, über dessen Artikel in renommierten Zeitungen sich Pharmafirmen bislang nicht zu ärgern brauchten.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ob es allein mit einer Kommunikationsstrategie getan ist, bleibt fraglich. Erst recht, wenn man nicht genau weiß, wer warum eine Pandemie ausgerufen hat. Glaeske warnt: &#8220;Eine Pandemie ist keine rein medizinische Angelegenheit. Da spielen viele andere Faktoren eine Rolle.&#8221; Sie erfordere eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern und Epidemiologen, sagt Glaeske. &#8220;Die Stiko sollte nicht länger allein entscheiden dürfen.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Robert-Koch-Institut: http://www.rki.de</p>
<p>ZITAT ENDE</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Nieder mit der Freiheit!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 11:20:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pfister</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Hören Sie sie auch gelegentlich? 
 
Buñuel hörte sie schon und auch ich höre sie immer häufiger, die Forderung der Massen:
 
&#8220;ES LEBEN DIE KETTEN!  NIEDER MIT DER FREIHEIT!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hören Sie sie auch gelegentlich? </p>
<p> </p>
<p>Buñuel hörte sie schon und auch ich höre sie immer häufiger, die Forderung der Massen:</p>
<p> </p>
<p>&#8220;ES LEBEN DIE KETTEN!  NIEDER MIT DER FREIHEIT!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tier, Mensch, Katzen, -befröb34</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 08:12:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pfister</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Tier]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich konnte ich mich anlässlich einer Spätveranstaltung in einem angesehenen Restaurant einem Gespräch über den Unterschied zwischen Mensch und Tier nicht entziehen. Es wurden zahlreiche Unterscheidungsmerkmale angeführt, wie etwa das Vermögen zu Leiden (der Blitz soll dein Grab treffen, Descartes!), das Lachen, das Selbstbewusstsein, die Gehirnkapazität u.s.w.
 
Natürlich war das alles Blödsinn, weil es eher in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich konnte ich mich anlässlich einer Spätveranstaltung in einem angesehenen Restaurant einem Gespräch über den Unterschied zwischen Mensch und Tier nicht entziehen. Es wurden zahlreiche Unterscheidungsmerkmale angeführt, wie etwa das Vermögen zu Leiden (der Blitz soll dein Grab treffen, Descartes!), das Lachen, das Selbstbewusstsein, die Gehirnkapazität u.s.w.</p>
<p> </p>
<p>Natürlich war das alles Blödsinn, weil es eher in die Kategorie gepasst hätte, warum der Mensch ein Tier ist wie etwa die gemeine Beutelratte. Aber seit jeher hatte der Mensch das Bedürfnis, etwas besonderes zu sein. Wir kennen das:  „Das Reich der Mitte&#8221;, oder „Alle Wege führen nach Rom&#8221;, oder überhaupt das „Geozentrische Weltbild&#8221;. Wir sind eben die Krone der Schöpfung und da wäre es auch ganz nebensächlich gewesen, hätte man schüchtern angemerkt, dass der Mensch knapp 99 Prozent seines Erbgutes mit dem Schimpansen teilt.</p>
<p> </p>
<p>Als sich dann die Unterhaltung auf die Katzen zubewegte und damit auf die Frage, ob diese über Probleme der Welt nachdenken könnten, hatte ich endlich aus eigener Anschauung einen wertvollen Beitrag zu liefern, und ich erzählte von meiner Überzeugung, dass sich Katzen sehr wohl auch über komplexe Zusammenhänge wie beispielsweise der Raumkrümmung  oder der Relativitätstheorie Gedanken machen, aber mit einer uns Menschen unbegreiflichen Beiläufigkeit. Ganz selten sind sie nämlich an einer Mitteilung an uns interessiert.</p>
<p> </p>
<p>Mein Kater raffte sich eines Abends, als ich faustisch über philosophische Probleme grübelte, auf und ging über meine Laptop-Tastatur. Er schrieb -befröb34. Meinen erstaunten, hilflosen Gesichtsausdruck wohl dahingehend interpretierend, dass ich dies als Zufall annehmen könnte, ging  er ein zweites Mal über die Tastatur und schrieb erneut -bfröb34.</p>
<p> </p>
<p>Ich bat nun die Gesprächsrunde, und hiermit auch Sie, geneigter Leser, mir bei der Entschlüsselung dieser unzweifelhaft sinnvollen Aussage, hinter der sich wahrscheinlich ein philosophisch weit reichender Satz verbirgt, zu helfen. Es wäre uns nicht nur ein einzigartiger Beweis der Kommunikation Mensch-Tier gelungen, sondern darüber hinaus hätten wir noch einen erheblichen Erkenntnisgewinn über unsere Welt in Aussicht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von Hobbes zu Carl Schmitt</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 09:53:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pfister</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[
Gedanken zur  Legitimierung des „Führerstaats&#8221;
Carl Schmitt (geb. 1888 in Plettenberg, Sauerland; gest. 1985 ebenda, einer der bekanntesten deutschen Staats- und Völkerrechtler des 20. Jahrhunderts) war eine schillernde Gestalt. Hochgebildet, erfolgreicher Hochschulprofessor mit internationaler Reputation, katholisch, Verfasser der &#8220;Politischen Theologie&#8221;, diente er in der Weimarer Republik mehreren Regierungen als Jurist. Als dann Hitler an die Macht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong></strong></h3>
<h5>Gedanken zur  Legitimierung des „Führerstaats&#8221;</h5>
<p>Carl Schmitt<em> (geb. 1888 in Plettenberg, Sauerland; gest. 1985 ebenda, einer der bekanntesten deutschen Staats- und Völkerrechtler des 20. Jahrhunderts)</em> war eine schillernde Gestalt. Hochgebildet, erfolgreicher Hochschulprofessor mit internationaler Reputation, katholisch, Verfasser der &#8220;Politischen Theologie&#8221;, diente er in der Weimarer Republik mehreren Regierungen als Jurist. Als dann Hitler an die Macht kam, wurde er ohne zu zögern Mitglied der NSDAP und stellte sich ganz in den Dienst des Nationalsozialismus. Dennoch gelang es ihm, sich einen einigermaßen anerkannten Ruf als Geisteswissenschaftler zu bewahren.</p>
<p> </p>
<p>Als es darum ging, die Nazi-Diktatur gegenüber dem Ausland und Zweiflern im Inneren zu verteidigen, unternahm er einige Anstrengungen, den &#8220;Führerstaat&#8221; theoretisch zu rechtfertigen und ging dabei von dem englischen Philosophen Thomas Hobbes (1588-1679) aus.</p>
<p> </p>
<p>Beeinflusst von den Zuständen der Religionskriege in Europa, im speziellen von den chaotischen Zuständen vor, während und nach dem englischen Bürgerkrieg 1642 -1649, entwickelte dieser seine pessimistische Sicht des Naturzustandes des Menschen. Der Mensch, so stellte es sich für Hobbes dar, ist in seinem naturgegebenen Charakter egoistisch, machtgierig und für seine Mitmenschen gefährlich. Bekannt ist der nicht von Hobbes stammende, aber immer mit ihm in Verbindung gebrachte Satz: Homo homini lupus est. Der Mensch ist des Menschen Wolf. Dadurch entsteht ein Krieg „aller gegen alle&#8221;, den jeder oder jede Machtgruppe nur zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen will. Das Wohl des Gesamten bleibt bei dieser Sicht auf der Strecke.</p>
<p> </p>
<p>Um diesen Zustand zu überwinden, bedarf es nach Hobbes eines Gesellschaftsvertrages. In diesem übertragen die Einzelnen wesentliche Rechte auf eine zentrale Gewalt, auf den Souverän, der dadurch über dem Recht steht.</p>
<p> </p>
<p>In diesem staatsphilosophischen Ansatz kommt, wie selten so deutlich, das zum Ausdruck, was Adorno und Horckheimer unter der Dialektik der Aufklärung verstanden. Einerseits nämlich überwand der Gedanke des Gesellschaftsvertrages die Legitimation des Staates durch das Gottesgnadentum. In diesem Aspekt war Hobbes ein Aufklärer ersten Ranges. Die Ideologie der christlich-kirchlichen Allianz mit dem Adel war überwunden.</p>
<p> </p>
<p>Andererseits ist ein derartig starker Hobbes´scher Staat, der &#8220;Leviathan&#8221;, die Legitimierung unbeschränkter Machtausübung im Absolutismus. Ein Widerstandsrecht (mit Ausnahme der Notwehr) ist bei Hobbes nicht vorgesehen. Der Gedanke der individuellen Freiheit bleibt auf der Strecke: Freiheit ist bis auf wenige Ausnahmen gänzlich abgeschafft. Jegliche Tyrannei kann sich hier seine Legitimation besorgen.</p>
<p> </p>
<p>Diese andere Seite des Aufklärers Hobbes wurde besonders deutlich, als sich der „Kronjurist des Dritten Reichs&#8221;, eben Carl Schmitt, auf ihn bezieht, um einen ideologischen, akademischen Schleier um den nationalsozialistischen Unrechtsstaats zu weben. Der „deutsche Hobbes des 20.Jahrhunderts&#8221;, wie ihn der deutsche Soziologe Helmut Schelsky einmal nannte, kann in den dreißiger Jahren so der akademischen staunenden, vor allem auch internationalen Öffentlichkeit, eine Rechtfertigung des Führerstaats (u.a. schon 1932 in: &#8220;Der Begriff des Politischen&#8221;) präsentieren.</p>
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		<title>Fotografie von Gregory Crewdson</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 18:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pfister</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

		<category><![CDATA[Crewdson]]></category>

		<category><![CDATA[David Lynch]]></category>

		<category><![CDATA[Lynch]]></category>

		<category><![CDATA[Spielberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich eine Rangliste meiner Lieblingsfotografen machen müsste (Ranglisten sind ja en vogue - Ranglisten sind ja schrecklich: Gut, dass ich keine machen muss!):  Gregory Crewdson stünde weit oben an prominenter Stelle. 

Selten, dass Fotografien eine solch erzählerische Dichte aufweisen, selten, dass Stimmungen einer Kultur in einer Fotografie ausgedrückt werden können.

Crewdson inszeniert seine Aufnahmen wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Times New Roman;">Wenn ich eine Rangliste meiner Lieblingsfotografen machen müsste (Ranglisten sind ja en vogue - Ranglisten sind ja schrecklich: Gut, dass ich keine machen muss!):  Gregory Crewdson stünde weit oben an prominenter Stelle. </span><br style="font-family: Times New Roman;" /></p>
<p><br style="font-family: Times New Roman;" /></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman;">Selten, dass Fotografien eine solch erzählerische Dichte aufweisen, selten, dass Stimmungen einer Kultur in einer Fotografie ausgedrückt werden können.</span><br style="font-family: Times New Roman;" /></p>
<p><br style="font-family: Times New Roman;" /></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman;">Crewdson inszeniert seine Aufnahmen wie einen Hollywood-Film. Und tatsächlich: daher holt er auch seine Formsprache. Er lässt sich inspirieren von Steven Spielberg und David Lynch und benutzt nicht selten professionelle Schauspieler für seine Kompositionen, für die er nicht unbedingt der Mann am Auslöser sein muss: er sieht sich mehr in der Rolle des Regiseurs der Fotoaufnahme.</span><br style="font-family: Times New Roman;" /></p>
<p><br style="font-family: Times New Roman;" /></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman;">Was für Amerika der 30 ´er Jahre in der Malerei Edward Hopper, ist in der Fotografie des ländlichen Amerikas der ´90 er Jahre Gregory Crewdson.</span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman;"><em>[Gregory Crewdson (* 26. September 1962 in Brooklyn)]</em></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bundespräsidentenwahl in Österreich</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 11:40:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pfister</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie rechts ist Österreich eigentlich? 
Heute las ich im Standard, meiner alltäglichen Morgenlektüre (kann man ja einmal erwähnen, ist ja wirklich ein Labsaal in der österreichischen Medienlandschaft),  ein Interview mit &#8220;unserer&#8221; Innenministerin Maria Fekter.
 
Darin nahm sie auch kurz Stellung zu einem Thema, das in Österreich zur Zeit viele Menschen beschäftigt. Zur nächsten Bundespräsidentenwahl  kandidiert nämlich gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wie rechts ist Österreich eigentlich? </h4>
<p>Heute las ich im <em>Standard</em>, meiner alltäglichen Morgenlektüre (kann man ja einmal erwähnen, ist ja wirklich ein Labsaal in der österreichischen Medienlandschaft),  ein Interview mit &#8220;unserer&#8221; Innenministerin Maria Fekter.</p>
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<p>Darin nahm sie auch kurz Stellung zu einem Thema, das in Österreich zur Zeit viele Menschen beschäftigt. Zur nächsten Bundespräsidentenwahl  kandidiert nämlich gegen den bislang amtierenden österreichischen Bundespräsidenten Heinz  Fischer die FPÖ´lerin Frau Barbara Rosenkranz. Hat nun jemand bei dem Name `Rosenkranz` vielleicht die Hoffnung gehegt, die FPÖ würde ein jüdisches Parteimitglied ins Rennen schicken, wurde er stark getäuscht. Im Gegenteil:  Sie ist eine ausgemachte Gegnerin des österreichischen Verbotsgesetzes (Verbot jeder Betätigung im Sinne des Nationalsozialismus), weil es der freien Meinungsäußerung widerspreche!  Auch distanzierte sie sich nie von ihrem Ehemann, der als Rechtsextremist gilt. Kurzum: Frau Rosenkranz ist das, was der Journalist Hans-Henning Scharsach als Kellernazi bezeichnete.</p>
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<p>Vom <em>Standard</em> nun befragt, ob Frau Barbara Rosenkranz eine bürgerliche Alternative zu Heinz Fischer sei, antwortete die Innenministerin u.a.:</p>
<p>&#8220;Ich bin praktizierende Christin, und für mich ist jemand, der seine Kinder nicht taufen lässt und selber aus der Kirche ausgetreten ist, nicht wählbar.&#8221;</p>
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<p>Also: Die FPÖ´lerin Frau Rosenkranz  ist nicht etwa deshalb nicht wählbar, weil sie mit dem braunen Sumpfgeruch der Nazi-Ideologie behaftet ist, sondern weil sie (trotz des Rosenkranzes im Namens) aus der Kirche ausgetreten ist und die Kinder nicht taufen lies! Schlimmer noch als die Nazis sind allemal die Atheisten!</p>
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<p>Nun muss man wissen, dass in der letzten Nationalratswahl 2008 etwa 30 % (28,2) der abgegebenen Stimmen in Österreich rechts gewählt haben. Nicht auszudenken, wie viel - vor allem jetzige ÖVP-Wähler - rechts gewählt hätten, wären diese Rechte nur nicht so wenig katholisch.  Und dunkel erinnern wir uns an diese Klientel: War da nicht irgend etwas in den 30ér Jahren?</p>
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