Tier, Mensch, Katzen, -befröb34

Neulich konnte ich mich anlässlich einer Spätveranstaltung in einem angesehenen Restaurant einem Gespräch über den Unterschied zwischen Mensch und Tier nicht entziehen. Es wurden zahlreiche Unterscheidungsmerkmale angeführt, wie etwa das Vermögen zu Leiden (der Blitz soll dein Grab treffen, Descartes!), das Lachen, das Selbstbewusstsein, die Gehirnkapazität u.s.w.

 

Natürlich war das alles Blödsinn, weil es eher in die Kategorie gepasst hätte, warum der Mensch ein Tier ist wie etwa die gemeine Beutelratte. Aber seit jeher hatte der Mensch das Bedürfnis, etwas besonderes zu sein. Wir kennen das:  „Das Reich der Mitte“, oder „Alle Wege führen nach Rom“, oder überhaupt das „Geozentrische Weltbild“. Wir sind eben die Krone der Schöpfung und da wäre es auch ganz nebensächlich gewesen, hätte man schüchtern angemerkt, dass der Mensch knapp 99 Prozent seines Erbgutes mit dem Schimpansen teilt.

 

Als sich dann die Unterhaltung auf die Katzen zubewegte und damit auf die Frage, ob diese über Probleme der Welt nachdenken könnten, hatte ich endlich aus eigener Anschauung einen wertvollen Beitrag zu liefern, und ich erzählte von meiner Überzeugung, dass sich Katzen sehr wohl auch über komplexe Zusammenhänge wie beispielsweise der Raumkrümmung  oder der Relativitätstheorie Gedanken machen, aber mit einer uns Menschen unbegreiflichen Beiläufigkeit. Ganz selten sind sie nämlich an einer Mitteilung an uns interessiert.

 

Mein Kater raffte sich eines Abends, als ich faustisch über philosophische Probleme grübelte, auf und ging über meine Laptop-Tastatur. Er schrieb -befröb34. Meinen erstaunten, hilflosen Gesichtsausdruck wohl dahingehend interpretierend, dass ich dies als Zufall annehmen könnte, ging  er ein zweites Mal über die Tastatur und schrieb erneut -bfröb34.

 

Ich bat nun die Gesprächsrunde, und hiermit auch Sie, geneigter Leser, mir bei der Entschlüsselung dieser unzweifelhaft sinnvollen Aussage, hinter der sich wahrscheinlich ein philosophisch weit reichender Satz verbirgt, zu helfen. Es wäre uns nicht nur ein einzigartiger Beweis der Kommunikation Mensch-Tier gelungen, sondern darüber hinaus hätten wir noch einen erheblichen Erkenntnisgewinn über unsere Welt in Aussicht.

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