Fotografie von Gregory Crewdson

Wenn ich eine Rangliste meiner Lieblingsfotografen machen müsste (Ranglisten sind ja en vogue – Ranglisten sind ja schrecklich: Gut, dass ich keine machen muss!):  Gregory Crewdson stünde weit oben an prominenter Stelle.


Selten, dass Fotografien eine solch erzählerische Dichte aufweisen, selten, dass Stimmungen einer Kultur in einer Fotografie ausgedrückt werden können.


Crewdson inszeniert seine Aufnahmen wie einen Hollywood-Film. Und tatsächlich: daher holt er auch seine Formsprache. Er lässt sich inspirieren von Steven Spielberg und David Lynch und benutzt nicht selten professionelle Schauspieler für seine Kompositionen, für die er nicht unbedingt der Mann am Auslöser sein muss: er sieht sich mehr in der Rolle des Regiseurs der Fotoaufnahme.


Was für Amerika der 30 ´er Jahre in der Malerei Edward Hopper, ist in der Fotografie des ländlichen Amerikas der ´90 er Jahre Gregory Crewdson.

[Gregory Crewdson (* 26. September 1962 in Brooklyn)]

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